Management Informationssysteme (MIS) als Ausweg aus dem Kennzahlendschungel

icon_server_gros1In einer immer komplexeren Welt ist Information ein kritisches Gut. Strategische wie operative Entscheidungen wollen aus einer soliden Faktenlage heraus getroffen werden. Doch warum bereitet das Berichtswesen in vielen Unternehmen mehr Ärger als es Nutzen bringt

Kennzahlen: Segen und Fluch

Führungskräfte verlassen sich täglich bei ihren Entscheidungen auf Berichte und Kennzahlen, die ihnen das Berichtswesen liefert. Dank der fortschreitenden Verknüpfung von IT-Systemen mit operativen Prozessen kann das Berichtswesen auf eine Vielzahl von Daten zugreifen und auch sehr individuelle Berichtsanforderungen erfüllen. Soweit die Theorie.
In der Praxis lässt sich immer wieder beobachten, dass gerade aufgrund  dieser Individualisierung des Berichtswesens Manager mit einer Vielzahl von Berichten und Kennzahlen überfrachtet werden. Nicht selten enthalten diese fußballfeldgroße Excel-Tabellen mit veralteten oder widersprüchlichen Informationen.
Initiativen, dies zu ändern, verlaufen sich häufig in scheinbar unendlich komplexen Berichts-, Kennzahlen- und Systemstrukturen. Sie enden oft in Kompromisslösungen, welche die Wurzel des Problems in Wahrheit verstärken: Intransparenz und mangelnde Steuerbarkeit. Weiterlesen »

Customer Management 2.0 – Neue Ansätze für den Kundenservice

erde_ad_fuer_wordIm Web 2.0 treffen verändertes Kundenverhalten, neue Technologien & Instrumente aufeinander, die zu neuen Geschäftsmodellen und veränderten, digitalisierten Business-Prozessen auf Unternehmensseite führen. Web 2.0 ist also nicht nur Marketing-Instrumentarium, sondern wird mittelfristig die Kundenmanagementprozesse grundlegend verändern. Zeit für eine Bestandsaufnahme und strategische Überlegungen in Unternehmen.

Jeder redet über Web 2.0 und Social Media – was ist die Heraus-forderung aus Sicht der Beratung?

Social Media & Web 2.0 gehören mit zu den am häufigsten verwendeten Begrifflichkeiten des letzten Jahres. Vornehmlich zuerst auf Seiten der Werbeindustrie im Zusammenhang mit Online-Marketing-Maßnahmen thema-tisiert, führt Web 2.0 zunehmend auf Unternehmensseite zu Verunsicherung.

Bezeichnend für Web 2.0 (Social Media in diesem Zusammenhang synonym verwandt) ist nämlich die nur bedingte Kontrollierbarkeit von Kommunikations- & Interaktionsströmen zwischen Unternehmen, ihren Kunden, Nichtkunden, Mitarbeitern und jedem, der etwas sagen möchte über das Unternehmen, seine Produkte und handelnden Personen in den diversen Plattformen des Web 2.0. Negatives Word-of-Mouth bekommt hierbei eine Tiefe, die quasi nicht mehr steuerbar ist. Und das Internet vergisst nichts – einmal gepostet, nie mehr gelöscht! Andererseits: Weiterlesen »

3D - wie real ist der Hype dieses Mal?

3d

Quelle: pixelio.de

Bolt 3D, Ice Age 3 3D, Avatar 3D, … sie alle waren die Vorboten eines neuen Hypes um das Thema 3D. Zuerst die Filme in den Kinos, nun zunehmend 3D Live-Übertragungen von Konzerten und Sport-Events. Nicht zuletzt durch Sonys immer wiederkehrende Werbung während der Fußball WM in Südafrika wird auch der letzte Fernsehzuschauer inzwischen verstanden haben, dass bald eine Revolution im Wohnzimmer anstehen könnte.

Weiterlesen »

Corporate Social Responsibility (CSR) – ein echtes Allroundtalent

globushaendeKaum ein anderer „Megatrend“ ist so vielseitig einsetzbar in Unternehmen wie CSR.
Doch bleibt auch hier der Vorwurf des klassischen Generalisten: Wer überall mitredet, hat nirgendwo etwas zu sagen.

CSR – mehr als ein Buzzword?

Kaum ein Tag, an dem nicht über „gesellschaftliche Verantwortung“ von Unternehmen gesprochen wird. Gerade im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise werden die Rufe nach „verantwortungsvollen Unternehmern“ lauter. Große Konzerne reagieren auf diese Forderungen und publizieren regelmäßig Hochglanzbroschüren, die ihre „guten Taten“ im Bereich CSR ausführlich darstellen. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Begriff?

CSR ist ein Teilbereich der Wirtschaftsethik mit der expliziten Aufgabe, ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu schaffen und zu sichern. Im Zuge von CSR übernehmen Unternehmen freiwillig und über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung. Viele Unternehmen, z.B. die Deutsche Telekom, E.ON oder adidas, haben die CSR-Grundsätze bereits in ihrer Unternehmensstrategie verankert und zur Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung eigene CSR-Boards gegründet. Die „Einsatzmöglichkeiten“ für CSR finden sich dabei in fast allen Abteilungen eines Unternehmens. Weiterlesen »

Was macht eigentlich ein Innovationsmanager?

claudia_schaeferbriefe1

Claudia Schäfer ist seit Anfang 2007 Leiterin der Abteilung Innovative Produkte des Siegfried Vögele Instituts, einer Tochter der Deutsche Post AG. Sie verantwortet die Entwicklung und Weiterentwicklung zukunftsweisender Brief-, Service- und Dialogprodukte. Im Interview mit TellSell Consulting berichtet Claudia Schäfer über ihre Erfahrungen im Innovationsmanagement. Sie selbst hat kürzlich ihren Master für Innovationsmanagement an der Limak gemacht.


TellSell Consulting: In Stellenausschreibungen für „Innovationsmanager“ fallen häufig die Begriffe „unkonventionell“, „durchsetzungsfähig“ und „kreativ“. Was sind Ihrer Meinung nach gute Voraussetzungen, um den Job eines Innovationsmanagers auszuüben?
Claudia Schäfer: Grundsätzlich denke ich, dass ein Innovationsmanager über ein gutes Durchhaltevermögen verfügen sollte. Innovationen werden nicht über Nacht geboren und es kann mitunter sehr mühsam sein, neue Ideen auf den Markt zu bringen. Da zahlt sich ein langer Atem in jedem Fall aus. Eine hohe Einsatzbereitschaft gehört ebenfalls zum Berufsbild: manchmal ist das Zeitfenster für Innovationen recht kurz und dann muss man Themen auch kurzfristig umsetzen können. Wer zusätzlich über eine gute Portion Humor und Kreativität verfügt, hat beste Voraussetzung, ein erfolgreicher Innovationsmanager zu werden. Weiterlesen »

Business Development – mehr als ein Buzzword (Teil 2 von 2)

grafik_cube2TellSell Consulting verknüpft kreative Methoden mit einer strukturierten Vorgehensweise zur Entwicklung und Umsetzung von markt- und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen.

Egal ob Newcomer oder am Markt etabliert, viele Unternehmen haben erkannt, wie wichtig es ist, laufend über Neuerungen oder Änderungen der Geschäftstätigkeit nachzudenken. Ein Beispiel ist das Unternehmen „Speedo“. Seit 1928 verkauft Speedo Badebekleidung, im Zweiten Weltkrieg verdiente die Firma mit der Produktion von Moskitonetzen ihr Geld, um sich anschließend dem Ausbau ihrer Produktpalette zu widmen – MP3-Player, Freizeitbekleidung, Schwimmbrillen, Ohrenstöpsel, Handtücher, Schwimmbretter, Uhren und Sandalen können heute unter der Marke Speedo erworben werden. Der letzte Geniestreich der Ingenieure von Speedo war die Erfindung eines innovativen Badeanzuges, der den Wasserwiderstand beim Schwimmen deutlich reduziert und sicherlich mit dazu beitrug, dass der Ausnahmesportler Michael Phelps bei Olympia acht Goldmedaillen erschwamm. Dieses Beispiel zeigt, dass Unternehmen kontinuierlich auf der Suche nach Möglichkeiten sein müssen, um Kundenerwartungen zu übertreffen.

bogenschuetzen_2Mit Business Development als systematische Erschließung und Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen (vgl. Teil 1 der Spotlight-Serie) und dem TellSell Business Development Cube® liegt das grundlegende Werkzeug vor, um mögliche Entwicklungspfade zu identifizieren und umzusetzen. Das strukturierte Vorgehensmodell zur kontinuierlichen Durchführung des Business-Development-Prozesses soll im vorliegenden Spotlight weiter detailliert werden. Weiterlesen »

Business Development – mehr als ein Buzzword (Teil 1 von 2)

grafik_cube1„Business Development“, wörtlich übersetzt „Geschäfts- oder Unternehmensentwicklung“, weckt Assoziationen mit Wachstum, Innovation oder auch nachhaltiger Steigerung des Unternehmenswertes.

Doch was genau ist Business Development, und wie kann ich Business Development für mein Unternehmen nutzen?

Wer sich auf die Suche begibt und wissenschaftliche oder auch praxisnahe Fachliteratur zu Rate zieht, wird sehr schnell feststellen, dass er vergeblich die eine und allgemeingültige Definition zu finden sucht. Das liegt unter anderem daran, dass Business Development kein einfaches oder eingängiges Konzept wie zum Beispiel die bekannte Erfahrungskurve ist. Deshalb taucht Business Development als Schlagwort in vielen Kontexten auf und wird insbesondere im amerikanischen Sprachgebrauch zum Teil beliebig für jede Maßnahme gebraucht, die wirtschaftliche Unternehmungen und Projekte zum Erfolg bringen soll.
Business Development wird so zu einem Buzzword degradiert, einer ungenauen Begrifflichkeit, die z. B. im betriebswirtschaftlichen oder politischen Umfeld Verwendung findet, um den Zuhörer durch den Anschein von Fachwissen zu beeindrucken. Bisweilen wird jedoch das Gegenteil erreicht, denn der Gebrauch von Buzzwords führt dazu, dass Aussagen verschleiert und Sätze in unverständliche Konstrukte verwandelt werden.
Um Business Development als strukturierten Ansatz zur nachhaltigen Entwicklung für Unternehmen nutzbar zu machen, liegt dem Beratungsansatz „Business Development @ TellSell Consulting“ eine konkrete, aber umfassende Definition zugrunde. Diese schafft die Rahmenbedingungen für einen strukturierten und systematischen Business-Development-Prozess und macht das Konzept greifbar:

Definition:
Business Development ist die systematische Erschließung und Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen mit dem Ziel, Unternehmen zukunftsfähig und langfristig erfolgreich zu machen.

Ein Geschäftsmodell beschreibt dabei, welche Leistungen ich wie für wen erbringe und wird folglich durch drei Kerndimensionen beschrieben: Weiterlesen »

Lässt sich Innovation messen? Die Innovation Scorecard.

titel_scorecardInnovationsaktivitäten sind nicht per se ein Garant für Erfolg. Nur jedes achte Innovationsprojekt schafft es bis zur Marktreife. Knapp die Hälfte der eingeführten Innovationen verschwindet schon kurz nach der ­Markteinführung wieder von der Bildfläche. Doch wie lässt sich messen, ob Innovationen wirklich erfolgreich sind und nachhaltig den Unternehmenserfolg stützen?

Manager, Wissenschaftler, Investoren und Unternehmer sind sich einig: Investitionen in Innovationen sind für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens unerlässlich. Aber in Krisenzeiten müssen auch innovationsfreundliche Unternehmen jeden Cent zweimal umdrehen. Denn selbst wenn theoretisch bewiesen ist, dass Innovationen das Wachstum nachhaltig beeinflussen, so gestaltet sich die Erfolgsmessung in der Praxis eher schwierig. Ergebnisse sind oft erst Jahre später sichtbar und es mangelt an objektiven Messkriterien. Gerade in Krisenzeiten ist daher ein Innovations-Controlling zur Investitionssicherung von zentraler Bedeutung. Denn nur wer nachweisen kann, welchen Beitrag Innovationen zum Unternehmenserfolg leisten, wird auch bei knappen Kassen weiter forschen können. Weiterlesen »

Zeitungsverlage im Umbruch – Geschäftsmodellinnovationen als neues Potenzial auf der Sonnenseite der Gewinngleichung

Nach Restrukturierungen und Kostensenkungsmaßnahmen in der Vergangenheit stehen Zeitungsverlage vor der großen Herausforderung, neue Umsatzpotenziale zu identifizieren und zu realisieren. Nur wie?

zeitung

Der deutsche Zeitungsmarkt befindet sich in einem strukturellen Wandel. Rückläufige Auflagen und ein stagnie­render Objekt- und Anzeigenmarkt ­resultieren aus einer harten Konkurrenz der Zeitungen zu den digitalen Medien. Vor ca. 12 Jahren versuchte TellSell Consulting bereits Zeitungsverlage für Scout24 als Partner zu gewinnen. Zu dieser Zeit glaubten die Verlage nicht an die Tatsache, dass das Internet die Kleinanzeigen ersetzen könnte. Intensive Restrukturierungen und Kostensenkungsmaßnahmen haben nicht selten die Qualität der Berichterstattung außer Acht gelassen. Nun erkennen die Zeitungsverlage, dass neue Wachstumspotenziale identifiziert und umgesetzt werden müssen, um ein glaubhaftes und nachhaltiges Zukunftsszenario für die Zeitungsverlage zu entwickeln. Die Suche nach Wachstumspotenzialen löst also den Fokus auf Kostenreduktion ab. Dennoch sind die Potenziale nicht einmal annähernd ausgeschöpft, wenn man die Möglichkeit von Geschäftsmodellinnovationen ganzheitlich betrachtet.  Weiterlesen »

Google Wave - neue Wege der Zusammenarbeit?!

google_logo3Google ist bekannt für innovative Services, die das Leben der Nutzer vereinfachen sollen. So auch im Falle von Google Wave, einem Online-Tool zur einfachen Kommunikation und  Zusammenarbeit. Doch inwiefern ist Google Wave ein wirklich innovativ bzw. neu?

“Online Collaboration” (auch bekannt als “Computer Supported Collaborative Work”) gibt es nicht erst seit Google Wave. In den verschiedensten Formen und mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten der Interaktion gab es in der Vergangenheit zahlreiche Tools, um eine Kommunikation bzw. Zusammenarbeit zwischen den Menschen zu ermöglichen. Google Wave ist also in der Grundfunktionalität weder neu noch besonders innovativ. Weiterlesen »